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Handlungsfelder

Die Region Badisch-Franken setzt auf 5 maßgebliche Entwicklungsziele, um die genannten Problemstellungen und Herausforderungen zu bewältigen.

  1. Erhöhung der Wertschöpfung in der Region durch regenerative Energien und adäquater Einsatz von Ressourcen und Energie als Beitrag zu Klimawandel und Umweltschutz
  2. Mobilisierung von Arbeitskräftepotenzialen bei Frauen und Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen, um den Verbleib von Frauen in der Region zu sichern
  3. Erhalt und Stärkung lebenswerter Dörfer durch eine nachhaltige Innenentwicklung und innovative, mobile Nahversorgungsangebote
  4. Stärkung des ehrenamtlichen Engagements, um kulturelle und soziale Angebote und damit das gesellschaftliche Leben der Dörfer sicherzustellen
  5. Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen durch die Förderung eines nachhaltigen Tourismus in der Region und die Positionierung als Genussregion.


0243 Strategischer Ansatz


Badisch-Franken verfolgt mit dem LEADER-Ansatz das Ziel, den zu erwartenden Auswirkungen des demografischen Wandels und der Strukturschwäche in der Region entgegen zu wirken. Dabei setzt die Region abgeleitet von den Entwicklungszielen den Schwerpunkt auf folgende fünf Handlungsfelder:

1. Neue Wertschöpfung durch regenerative Energien sowie Ressourcenschutz
2. Zurück in den Beruf - Frauenarbeitsplätze
3. Lebenswerte Dörfer durch Innenentwicklung 
4. Bürger für Bürger - Engagement für kulturelle und neue soziale Angebote 
5. Arbeitsplätze in und für die Region - durch nachhaltigen Tourismus und Positionierung einer Genussregion

 

 


Im Folgenden werden die einzelnen Handlungsfelder mit ihren Zielen und Teilzielen detailliert dargestellt.

Handlungsfeld 1:
Handlungsfeld1 Biogas Rosenberg 2Neue Wertschöpfung durch regenerative Energien sowie Ressourcenschutz

Mit diesem Themenkomplex bieten sich in der LEADER-Region Badisch-Franken Chancen, um auf diesem Gebiet neue Prozesse in Gang zu setzen und damit im Bereich Energie Potentiale zu erschließen.

Beispielsweise bringt hier die Wasserkraft in Form von Mühlen und Wehranlagen, Kleinwasserkraftanlagen Optionen und Möglichkeiten emissionsfreien und umweltfreundlichen Strom zu produzieren. Aufgrund der ländlichen Prägung verfügt die Region über umfangreiche Biomassepotentiale aus Land- und Forstwirtschaft. Die Mobilisierung von Holz aus den heimischen Wäldern stellt im Zuge von Energienutzung bzw. Energievermarktung ergänzende Optionen dar.

Ein weiteres Ziel ist auch mit dem Thema Wärmenetze verknüpft, die hier besonders auf kommunaler Ebene Projektmaßnahmen entstehen lassen können. Zu diesem Handlungsfeld im regionalen Entwicklungskonzept ist auch der Bereich Energieeffizienz und Energieeinsparung wichtig. Maßnahmen wie verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung können hier die Nachhaltigkeit im Kreislaufdenken fördern. Die große Dichte an regenerativer Energieerzeugung lässt dabei auch einen Bogen zum Tourismus schlagen, denn „Energietouren“ mit Infotafeln oder eine Reaktivierung von alten Mühlen mit einer Ausstellung über die Nutzung von Wasserkraft sind dabei denkbar.

 

Handlungsfeld 2:
Handlungsfeld2 CoachingmassnahmeZurück in den Beruf - Frauenarbeitsplätze

Der Anteil von erwerbstätigen Frauen in der Region soll gesteigert werden. Dies vor dem Hintergrund, das damit verbundene Fachkräftepotenzial für die Region zu erschließen und Frauen einen Wiedereinstieg in das Erwerbsleben zu ermöglichen. Dazu bedarf es einerseits einer Sensibilisierung der Arbeitgeber für die Belange erwerbstätiger Frauen, aber auch adäquater Rahmenbedingungen wie flexible Arbeitsplätze (Teilzeit, Homeoffice, etc.). Andererseits gilt es, die Frauen selbst zu stärken, um eine Rückkehr in das Erwerbsleben nach einer Familienpause oder nach Arbeitslosigkeit zu ermöglichen. Durch diese „Auszeit“ stellen sich oft Hemmnisse in Bezug auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung der Qualifizierung von Frauen ein, diese gilt es, zu überwinden.

Mit attraktiven und flexiblen Arbeitsplätzen für Frauen kann die Region den ländlichen Raum für (junge) Frauen und deren Familie attraktiv halten und Abwanderung verhindern. Die Unterstützung für Existenzgründerinnen ist dabei erklärtes Ziel. In der Kulisse bestehen bereits Netzwerke von und für Frauen (wie z.B. das Unternehmerinnenforum Neckar-Odenwald-Kreis e.V.), die bei der Maßnahmenentwicklung eingebunden werden können.

 

Handlungsfeld 3:
Handlungsfeld3 Innenstadt Platz am BildLebenswerte Dörfer durch Innenentwicklung

Die Auswirkungen des demographischen Wandels stellen an die Kommunen der LEADER-Region Badisch-Franken gleichermaßen Anforderungen und Herausforderungen.

Der Blick ist dabei auf die Nah- und Grundversorgung, die soziale Infrastruktur sowie das kulturelle Angebot für Senioren und ältere Menschen gerichtet. Eine Verbesserung der Situationslage vor Ort kann nur mit innovativen und flexiblen Instrumenten und Ideen im Bereich der Innenentwicklung begegnet werden. Neue Wohnformen für Jung und Alt, Umnutzungen von leerstehenden Gebäuden, alternative Mobilitätskonzepte und die Organisation und Netzwerkverbindung vorhandener Anbieter stellen dabei einige Schwerpunkte dar. Zudem kommen der Ausbau der Barrierefreiheit sowie die Möglichkeit einer Teilhabe für Alle hinzu. Inklusion und Integration spielen darüber hinaus eine ganz wichtige und soziale Komponente. Damit verbunden ist auch die Stärkung der Willkommensstruktur in den einzelnen Kommunen. Problem- und Bedarfsanalysen können in eigens dafür initiierten Dorfwerkstätten verschiedener Kommunen untereinander erarbeitet und Lösungsansätze angestrebt werden.

Ziel ist es, je nach Ausgangssituation in den Kommunen, Ideen und Maßnahmen zur Bewältigung des demographischen Wandels umzusetzen.

 

Handlungsfeld 4: Handlungsfeld4 Wasserfall Vipassana
Bürger für Bürger - Engagement für kulturelle und neue soziale Angebote

Die Region profitiert vom ehrenamtlichen Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Ohne dies wäre die Organisation ergänzender Dienstleistungsangebote für eine funktionierende Gemeinde und die Vielfalt im Vereinsleben nicht vorstellbar. Vieles könnte dabei nicht mehr geleistet werden und die öffentliche Hand könnte dies nicht auffangen. Die Nachwuchsproblematik in den Organisationen muss daher ernst genommen und die Jugendförderung in diesem Zusammenhang gestärkt werden. Auch die Bereitschaft in den Vereinen und Verbänden Verantwortung zu übernehmen muss unterstützt werden.

Bestehende Kulturangebote sind besser bekannt zu machen, damit die Bürgerinnen und Bürger auch über ihren Standort hinaus besser von den Angeboten in der Region profitieren können.

Neue Kulturangebote mit Außenwirkung sind zu entwickeln, kulturelle Orte im Dialog mit Trägern, Politik, Öffentlichkeit und Verwaltung weiterzuentwickeln, um kulturelle Bildung vor allem auch für Kinder und Jugendliche möglich zu machen.

 

Handlungsfeld 5: Handlungsfeld5 3 Laender Rad Event
Arbeitsplätze in und für die Region - durch nachhaltigen Tourismus und Positionierung einer Genussregion

Der Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen soll im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung eines nachhaltigen Tourismus und der Positionierung als Genussregion gestärkt werden.

Der Tourismus stellt einen wesentlichen Wirtschaftszweig in der Kulisse Badisch-Franken dar, in dem neue Arbeitsplätze geschaffen werden können. Dabei kann auf die bestehende Infrastruktur, touristische Angebote und landschaftliche sowie kulturelle Besonderheiten aufgebaut werden. Insgesamt gilt es jedoch, das Profil als Naherholungs- und Tourismusregion zu schärfen um dadurch weitere Urlauber und Gäste für die Region zu gewinnen. Hier richtet sich der Blick auf die Vernetzung von spirituellen Angeboten der Kirchen mit dem Tourismus. Die Wallfahrtstradition in der Wallfahrtsstadt Walldürn, das Madonnenländchen oder verschiedene Jakobswege, die die Region durchziehen bilden hierbei Ansätze und Synergien.

Als Alleinstellungsmerkmal in Punkto Genussregion steht der Grünkern ganz oben auf der Liste. Im Bereich regionaler Anbau, Produktion, Verarbeitung und einer überregionalen Marketingstrategie sind die Akteure aufgerufen Projektmaßnahmen zu entwickeln und einzureichen.

Ein wesentliches Ziel dieses Handlungsfeldes ist somit die Optimierung der touristischen Infrastruktur und der Ausbau der touristischen Angebote.

EU Emblem mit Foerderspruch
EU Emblem mit Foerderspruch
Land Baden Wuerttemberg MLR